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Vorschläge für das Verhalten nach chirotherapeutischer Behandlung 


Was mache ich nach der Behandlung?

1. Durch die Behandlung ist eine Umstellung der Wirbelsäule eingeleitet, die oft mit einer, manchmal aber erst mit weiteren 2-3 Behandlungen (selten mehr) abgeschlossen ist. Also bitte Bericht geben nach 4-5 Tagen, bzw. dann nächsten Behandlungstermin ausmachen.

2. Der beste Abstand der Behandlung ist eine Woche, gelegentlich auch zwei. Bitte einhalten wie verabredet. Der Therapeut ist nicht verantwortlich für abgebrochene, „halbe" Arbeit. Bei Bandscheibenleiden erholt sich der Ischias-Nerv oft erst nach 6-8 Wochen - eine harte Geduldsprobe, die aber sehr häufig die Operation erspart.

3. Wenn auch häufig sofort Erleichterung eintritt, kann in manchen Fällen diese Umstellung mit Beschwerden verbunden sein (muskelkaterähnlich, wie Neuralgien).

Ursachen
:

a) Die neue bessere Einstellung der Wirbelsäule und Gelenke ist noch ungewohnt.

b) Es kann trotz der Behandlung ein Segment (= Wirbel + Gelenk + Bandscheibe) in Fehlstellung geblieben sein (wegen zu starker Muskelspannung, Verkrampfung während der Behandlung).

c) Wenn ein geschontes Gelenk z.B. nach Gipsverband wieder aus
seiner Versteifung gelöst wird (besonders Schultergelenk), ist die
notwendige Übung ja auch mit Schmerzen, die nicht mit der bisherigen Krankheit verwechselt werden sollten, verbunden. Das wären die so genannten „Reaktionen" nach Behandlung. Der durch die Behandlung neu gewonnene Bewegungsspielraum kann also anfangs schmerzhaft sein.

4. Bei Rückfällen nach längerer Beschwerdefreiheit wäre die Behandlung zu wiederholen, z.B. nach großen Belastungen (Erntearbeit, Hausbau, Umzug, Grippe, Operationen), aber auch nach erheblichen Aufregungen. Hier ist die Ursache oft eine Reihe schlafloser Nächte und dadurch mangelnde Erholung und erhöhte Muskelspannung. Die Aufquellung der Bandscheiben durch normalen Schlaf mit tiefer Muskelentspannung fehlt bei schlaflosen Nächten aus körperlichen oder seelischen Gründen. Bei Rückfällen genügt oft eine Behandlung.

5. Falls vom Hausarzt zur Behandlung überwiesen, sollten Sie sich bei ihm anschließend wieder melden. Er freut sich, wenn es Ihnen besser geht!

6. Röntgenbilder – falls vorhanden - immer mitbringen!

7.
Ein Drittel Ihres Lebens verbringen Sie im Bett! Das Bett soll fest und flach sein, aber nicht hart. Wichtiger ist, dass unter der Federkernmatratze kein elastisch federnder Zug- oder Druckfederrahmen ist. Hier, unter der Matratze, hat das „Brett" einen Sinn, Lattenrost ist besser, Schaumstoff besser als Federkernmatratze. Das Kopfkissen: ein nicht prall gefülltes Federkissen, halb eingeschlagen und darauf ein kleines Daunenkissen, das besonders beim Liegen auf der Seite unter den Kopf geschoben wird, um ein Abknicken der Halswirbelsäule nach unten oder oben zu vermeiden, während bei Rückenlage eine geringere Unterlage genügt. Fast alle Clubsessel sind zu tief, zu weich, die Sitzfläche zu lang, häufige Krankheitsursache!

Wichtig: Kräftige steile Lehne, kürzerer Sitz. Nicht quer auf der Fernsehcouch liegen, mit durchhängendem Oberkörper!
Nicht mit seitlich aufgestütztem Kopf lesen, sondern in Rückenlage!

8. Keine schädliche extreme Gymnastik (Kopfstand und „Kerze" oder Nackenstand, „Spagat" und dergleichen).

Kopfkreisende „Heil"-Gymnastik ist absolut abzulehnen; Kopfballspiel, besonders bei Jugendlichen, ist oft die Ursache jahrelanger HWS - Schäden mit Fernwirkung bis ins Kreuz!

9.
Viel Schwimmen und Wandern! Gehen ist die beste Gymnastik, besonders auf weichem Wald- oder Wiesenboden, auch im Schnee, wo jeder Schritt aufmerksames Zusammenspiel aller Gelenke und Muskeln erfordert, also nach jeder Behandlung 10 Minuten Spaziergang!

10.
Viele Patienten berichteten über Verschlimmerung durch (teure) Schaumstoff-Nackenkissen - durch federndes Material kommt der Kopf nicht zur Ruhe!


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